Wissenswertes zur Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz

1. Rechtsgrundlage

Für EU-Mitgliedstaaten gelten die Richtlinien EG-RL 89/391/ EWG und die EG-RL 89/656/ EWG. In Deutschland gelten außerdem die allgemeinen Vorschriften BGV A 1, BGV C 22, BGR 198 und BGR 199. Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz sind zu verwenden, wenn Risiken nicht durch kollektiv wirkende Schutzmaßnahmen, wie Geländer, Gerüste und Auffangnetze, vermieden oder ausreichend begrenzt werden können. Für Tätigkeiten mit Absturzgefahr ist die medizinische Eignung in einer Vorsorgeuntersuchung (G 41) nachzuweisen.

2. Gefahrenermittlung und Einsatzbereich

Bei Auswahl und Einsatz der Persönlichen Schutzausrüstung sind die auszuführenden Arbeiten, die örtlichen Gegebenheiten und vor allem die abzuwehrenden Gefahren zu berücksichtigen.

Faustregeln für die Gefahrenermittlung:

Beachten Sie, dass grundsätzlich bei Arbeiten ab 1 m Höhe in der Industrie, ab 2 m im Handwerk und ab 3 m im Dachdeckergewerbe kollektiv wirkende oder Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz anzuwenden sind.

3. Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz

3.1. Gebrauchsanleitung

Jedem System oder Bestandteil der Ausrüstung muss eine schriftliche Gebrauchsanleitung nach EN 365 in der Sprache des Verkaufslandes beigefügt sein. Bei den SpanSet-Auffanggurten ist die Gebrauchsanleitung fest im Rückendreieck eingenäht und damit unverlierbar.

3.2. Bandfalldämpfer

Die Belastbarkeit des menschlichen Körpers bei Stürzen ins Seil ist beschränkt, deshalb dürfen nur Verbindungsmittel mit Falldämpfer zur Absturzsicherung verwendet werden. Bei einer Sturzhöhe von 4 m wirkt auf eine 100 kg schwere Person eine Kraft von rund 22 kN (ca. 2,2 Tonnen!) ein, was fatale Folgen haben kann. SpanSet- Falldämpfer reduzieren die Kraft auf ein erträgliches Maß von max. 6 kN (ca. 600 kg).

4. Prüfung und Instandhaltung

4.1. Prüfung

Eine Sichtprüfung auf den ordnungsgemäßen Zustand der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz sowie eine Funktionskontrolle muss vor jedem Gebrauch erfolgen. Mindestens einmal jährlich ist die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz durch einen Sachkundigen zu überprüfen. Häufigere Überprüfungen der PSA können notwendig werden. Diese sind abhängig von den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Verhältnissen.

Die Überprüfung durch den Sachkundigen muss sorgfältig dokumentiert werden. Teile und Systeme der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz, die einen Sturz aufgefangen haben, sind sofort dem Gebrauch zu entziehen und einem Sachkundigen oder einer autorisierten Werkstatt zur Überprüfung zu übergeben. Beschädigte Bestandteile der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz, z. B. Verbindungsmittel, Höhensicherungsgeräte, Gurtbänder oder Verbindungselemente dürfen nicht benutzt werden. Vermeiden Sie jedes Risiko!

4.2. IDXpert erhöht die Arbeitssicherheit!

EPIS wird zu IDXpert

Es war an der Zeit, dem Ganzen einen neuen Namen zu geben, denn IDXpert® ist mittlerweile mehr als nur ein Produktverwaltungssystem und erfüllt die Anforderungen der gewerblichen Prüfdienste, wie auch den Fachabteilungen in Industrie, Handwerk und Mittelstand, die selber prüfen und dokumentieren. Der neue Name unterstreicht das Erreichen einer Entwicklungsstufe, die nach vielen Verbesserungen und Funktionserweiterungen erreicht wurde und einen neuen Meilenstein in der RFID Prüftechnologie setzt.

Mehr Effizienz

Sie sparen vor allem eins: Zeit und Geld. Das Prüfen der Produkte geht nach einer ersten lnitialisierung besonders einfachvon der Hand. Ebenso die Ausgabe von Prüfzertifikaten. Gegenüber häufig mangels Alternativen genutzten Exceltabellen ein echter Quantensprung. Die Funktionsweise von IDXpert reduziert den Prüfaufwand insgesamt und setzt erhebliche Kosteneinsparungspotenziale frei.

4.3. Ablegereife

Die Nutzungsdauer hängt von den jeweiligen Einsatzbedingungen ab. Aus Chemie­fasern hergestellte Gurte, Bänder und Seile unterliegen einer ständigen Alterung, die insbesondere von der UV-Strahlung, den Umwelteinflüssen und klimatischen Bedingungen abhängt. Es ist zu empfehlen, dass PSA bei normalen Einsatzbedingungen nach 5 Jahren ausgesondert werden. Spätestens 10 Jahre nach der Herstellung ist das Produkt für immer abzulegen, auch wenn es nicht benutzt wurde. Unbedingt sind die Aussonderungsangaben des Herstellers zu beachten.

4.4. Aufbewahrung und Pflege

Textile Gegenstände der Persönlichen Schutzausrüstung sind in trockenen, sauberen und licht­­geschützten Räumen frei hän­gend zu lagern.

5. Seminarprogramm/Schulung

Diese Kurzinformationen über die Persönliche Schutzausrüs­tung gegen Absturz bieten ­Ihnen interessante Details. Zum Sachkundigen werden Sie dadurch jedoch nicht. Hierzu bilden wir Sie gerne aus. Unsere Praxisseminare im SpanSet Sicherheits-Trainings-Zentrum werden von anerkannten Experten durchgeführt.

SpanSet Seminare bieten Ihnen:

  • Direkt umsetzbares Praxiswissen
  • Aktuelles Know-how (Vorschriften, Gesetze, Normen etc.)
  • Erfahrene Experten als Referenten
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Drei Kategorien von Personenschutzausrüstung

Rückhaltesysteme

 
rueckhaltesysteme Eingeschränkte Bewegungsfreiheit - von einem sicheren Anschlagpunkt aus wird die Person mit einem Verbindungsmittel so gesichert, dass sie keine Absturzkante oder Bereiche mit Absturzgefahr erreichen kann.
   

Auffangsysteme

 
auffangsysteme Diese Kategorie ist die einzige, welche einen möglichen Absturz zulässt. Der Benutzer ist mittels Auffanggurt und geeigneten Verbindungsmittel mit Falldämpfer oder Höhensicherungsgerät so gesichert, dass er bei einem Absturz auf kontrollierte Weise aufgefangen wird.
   

Haltesysteme/Arbeitsplatzpositionierung

haltesysteme Bei der Arbeitsplatz-Positionierung arbeitet der Benutzer in einer freihängenden Position und ist durch ein Verbindungsmittel mit Längenverstellung gesichert. Bei Absturzgefahr muss zusätzlich ein Absturz-Auffangsystem verwendet werden.

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